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Thomas Glavinic

Das größere Wunder

Thomas Glavinics großes Buch der Liebe

Glavinic_24332_MR1.inddThomas Glavinic
Das größere Wunder

Roman
528 Seiten, Hardcover
978-3-446-24332-3
Hanser Verlag
EUR 22,90

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Jonas ist Tourist in einer Todeszone, er nimmt an einer Expedition zum Gipfel des Mount Everest teil. Während des qualvollen Aufstiegs hängt er seinen Erinnerungen nach. An seine wilde Kindheit, an das grausame Schicksal seines Bruders Mike, an seine endlosen Reisen nach Havanna, Tokio, Jerusalem und Oslo. Und schließlich an die magische Begegnung mit Marie, seiner großen Liebe, die sein ganzes Leben verändert. Thomas Glavinics neuer Roman ist eine Expedition ins Ungewisse – ein unvergleichliches Buch, packend und verstörend zugleich, von einer leidenschaftlichen Energie und enormen Suggestivkraft. Und ein Buch der Liebe.

 

Video

Thomas Glavinic über ›Das größere Wunder‹

 

Thomas Glavinic im Interview mit seiner Lektorin Lina Muzur

»Nur am Schreibtisch
bin ich wirklich nah an dem, was mich ausmacht.«

Lina Muzur: Lieber Thomas, ich weiß, dass du an diesem Roman sehr lange gearbeitet hast. Wenn du zurückdenkst, gibt es eine Ursprungsidee, einen Gedanken, der am Anfang der Geschichte stand und aus dem sich diese entwickelt hat?

Thomas Glavinic: Eine gute Frage, aber ich erinnere mich nicht mehr genau. Das heißt, ja, doch, eigentlich gab es mehrere solche Momente, die sich zu einer Idee zusammengefügt haben. Ich weiß bei all meinen romanen noch immer jenen besonderen Augenblick, in dem mir das Ganze des Buches sichtbar wurde, das ist bei diesem nicht anders, doch es war ein weiterer Weg dahin. am anfang stand meine jahrzehntelange Begeisterung für das Höhenbergsteigen, speziell für das, was sich in dem Bereich über 8000 Metern abspielt, der Todeszone, wo sich Menschen nur für ganz kurze Zeit aufhalten können. Dann kam Die Arbeit der Nacht, ein Buch, das ursprünglich hundert Seiten mehr hatte, ehe ich begriff, dass das Motiv des sinnlosen Tuns nicht in dieses Buch gehörte, sondern ein eigenes beanspruchen würde. Darauf folgten einige Jahre, in denen ich immer wieder von Neuem versucht habe, die richtige Form für diese Geschichte zu finden, in der Jonas so vieles erlebt und in Wahrheit doch nur eines sucht. und dann fiel mir der Schluss ein. Ich wusste schon 2005 oder 2006, wie der letzte Satz des Romans lauten würde. Alles, was danach folgte, was in den Jahren danach passiert ist, erscheint mir heute ja selbst wie ein langer Traum, jedenfalls hat mich dieses Buch bis in meine Träume verfolgt. Ich weiß, das sagen wohl viele Autoren über ihre Bücher, aber ich sehe einen unterschied zu meinen anderen Romanen und dem, was mir in den vergangenen acht Jahren mit diesem passiert ist.

Zum vollständigen Interview (PDF, 1,76 MB)