
Vom Nordturm des Stephansdoms hinab zur U-Bahn-Haltestelle Stephansplatz. Fünf Minuten Fahrtzeit bis zum Prater. Unser nächstes Ziel. Während wir auf die Bahn warten, möchte ich von Thomas Glavinic wissen, wie er auf die Grundidee zu seinem Romans gekommen ist, auf diese menschenleere und beängstigende Welt, die einen als Leser so fasziniert. War da die Idee einer Handlung? Oder war da zunächst nur ein Bild?
Dann kommt die U-Bahn. Wir steigen ein und fahren ins Dunkel. Wieder erstaunliche Parallelen zum Buch, die mir erst jetzt bewusst werden. Auch Jonas fährt im Roman durch einen Eisenbahntunnel, der noch dunkler ist und noch länger. Aber er durchfährt ihn nicht mit einem Zug, sondern mit einem Motorrad.





