Thomas Glavinic
Zitat von Wolfgang Tischer (literaturcafe.de): »Eine unbändige Freude, sich und sein Publikum mit Neuem zu überraschen.«

Podcast-Folge 14: Im Cafe Museum

Die Arbeit der Nacht liegt in einer Fensternische des Cafe Museum (Foto: Wolfgang Tischer)

Im Gegensatz zur Stimme von Thomas Glavinic klingt meine in dieser Podcast-Folge sehr verhallt. Ein Stereokanal war ausgefallen. Das fast leere Cafe Museum, in dem wir die Folge aufgenommen haben, verstärkt den Effekt. Die zwei weiteren Cafe-Besucher an einem Tisch in der Nähe klingen wie eine ganze Schulklasse.

Es machte mich schon während des Gesprächs stutzig, wie viel Thomas Glavinic über dieses Cafe weiß und dass seit dem Verbot des Schachspielens hier leider nicht mehr so viel los sei. Davon können wir uns persönlich überzeugen.

Heute kenne ich den Grund, warum Thomas Glavinic über dieses Thema viel erzählen kann.

Vor unserem akustischen Spaziergang durch Wien hatte ich einige Jahre zuvor den Kameramörder gelesen – und natürlich gleich zweimal Die Arbeit der Nacht.

Die Bücher von Thomas Glavinic sind sehr unterschiedlich. Er wählt bewusst immer einen anderen Stil. Alles andere wäre langweilig und keine Herausforderung. Der Kameramörder ist nicht für zartbesaitete Gemüter. Ein fulminanter und rasanter Roman, der derzeit verfilmt wird.

Ich selbst werde mir demnächst Wie man leben soll auf den Nachttisch legen. Die Besprechungen zu diesem Roman, der vor Die Arbeit der Nacht erschien, sind sehr gut. Er sei nur in der »Man-Form« geschrieben. Auch das klingt wieder nach einem lesenswerten sprachlichen Experiment, wie es ohne Frage auch Der Kameramörder ist.

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